WannaCry

Was ist WannaCry?

WannaCry (auch bekannt als WannaCrypt0r 2.0) ist eine Form von Ransomware, die sich ab dem 12. Mai 2017 als Computerwurm massiv verbreitete. Sie verschlüsselte Daten auf Windows-Geräten und verlangte ein Lösegeld in Bitcoin für deren Freigabe.

 

Besonders gefährlich war WannaCry aufgrund seiner Fähigkeit, die EternalBlue-Schwachstelle im Windows-SMB-Protokoll auszunutzen. Diese wurde ursprünglich von der NSA entwickelt und später von der Gruppe Shadow Brokers veröffentlicht. Über diese Lücke konnte sich die Malware automatisch über lokale und externe Netzwerke verbreiten, insbesondere über TCP-Port 445.

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Warum hat sich WannaCry so schnell verbreitet?

WannaCry war am 12. Mai 2017 zwischen 08:00 UTC und 17:08 UTC aktiv. Innerhalb weniger Stunden infizierte es mehr als 230.000 Computer in rund 150 Ländern.
Betroffen waren unter anderem:

 

  • Der britische National Health Service (NHS)
  • Telefónica (Spanien)
  • Iberdrola und Gas Natural
  • Zahlreiche Finanzinstitute

 

WannaCry war ein sogenannter „Cryptowurm“ – also eine Kombination aus Ransomware und selbstständiger Netzwerkverbreitung. Es benötigte keine Benutzerinteraktion, sondern scannte automatisch offene SMB-Ports und griff ungepatchte Systeme an.

Ausbreitungskarte von WannaCry - Panda Security

Zeitlicher Ablauf des Angriffs

14. März 2017: Microsoft veröffentlicht das Sicherheitsupdate MS17-010 zur Behebung der EternalBlue-Schwachstelle

 

12. Mai 2017: Beginn des globalen Angriffs – Dateien werden verschlüsselt, 300 USD in Bitcoin werden gefordert

 

Wenige Stunden später: Sicherheitsforscher Marcus Hutchins entdeckt eine unregistrierte Domain im Code und aktiviert den „Kill Switch“

 

Patch-Verbreitung: Systeme werden aktualisiert, auch ältere Versionen wie Windows XP erhalten Updates

 

Neue Varianten: Nach dem Kill Switch entstehen neue Versionen ohne diese Funktion, jedoch mit geringerer Verbreitung

Zeitlicher Ablauf des WannaCry-Angriffs - Panda Security

Auswirkungen und Folgen

WannaCry verursachte massive Schäden in kritischen Bereichen:

 

  • Ausfälle im Gesundheitswesen
  • Stillstand industrieller Produktion
  • Hohe wirtschaftliche Verluste

 

Schätzungen zufolge wurden zwischen 141.000 und 230.000 Geräte in 150 Ländern infiziert.
Zu den bekanntesten Opfern zählen:

 

  • NHS-Krankenhäuser (ca. 70.000 Geräte)
  • Renault-Nissan
  • Energie- und Telekommunikationsunternehmen

Warum war WannaCry so gefährlich?

  • Selbstverbreitung: Kombination aus Exploit und Ransomware
  • Fehlende Updates: Viele Systeme hatten den Patch MS17-010 nicht installiert
  • Kill Switch: Der Angriff wurde zufällig gestoppt – ohne diesen wäre der Schaden noch größer gewesen

Wie kann man sich vor WannaCry schützen?

Empfohlene Maßnahmen von Panda Security:

 

  • Systeme und Software stets aktuell halten
  • Sicherheitslösungen wie Panda Dome einsetzen (Echtzeitschutz, Exploit-Erkennung, Ransomware-Schutz)
  • Regelmäßige Backups durchführen
  • Firewall aktivieren und Zugriff auf Port 445 einschränken
  • Mitarbeiterschulungen zu Cybersecurity durchführen
WannaCry – FAQs
Ist WannaCry heute noch aktiv?
Die ursprüngliche Variante wurde durch den Kill Switch und Sicherheitsupdates gestoppt. Allerdings existieren weiterhin ähnliche Varianten, sodass die Bedrohung bestehen bleibt.
Wie wurde der Angriff gestoppt?
Marcus Hutchins („MalwareTech“) entdeckte eine Domain im Schadcode. Durch deren Registrierung aktivierte er den Kill Switch und stoppte die Verbreitung.
Wie hoch war das geforderte Lösegeld?
WannaCry verlangte 300 USD in Bitcoin für die Entschlüsselung der Daten. Nach Ablauf einer Frist sollte sich der Betrag erhöhen.
Sollte man das Lösegeld bezahlen?
Nein. Eine Zahlung garantiert nicht die Wiederherstellung der Daten und unterstützt kriminelle Aktivitäten. Prävention ist der beste Schutz.

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