Virus

Was ist ein Computervirus?

Computerviren gehören zu den ältesten und hartnäckigsten Bedrohungen in der digitalen Welt. Es handelt sich um schädliche Programme, die darauf ausgelegt sind, den normalen Betrieb eines Geräts, eines Betriebssystems oder eines Netzwerks zu stören – meist mit schädlichen Zielen wie dem Diebstahl von Informationen oder der Fernsteuerung eines Geräts.

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Computervirus: Was es ist und wie es Ihr Gerät beeinträchtigt

Ähnlich wie ein biologischer Virus verbreiten sich Computerviren, indem sie sich in andere Programme oder Dateien einschleusen. Sie benötigen in der Regel eine Benutzeraktion – etwa das Öffnen einer infizierten Datei –, um aktiviert zu werden und sich zu vervielfältigen.

 

Sobald ein Virus aktiv ist, kann er unterschiedliche Schäden verursachen: von der Verlangsamung des Systems und störenden Meldungen bis hin zum Löschen wichtiger Dateien, der Installation weiterer Malware oder dem Öffnen von Backdoors, die Dritten unbefugten Zugriff auf das infizierte Gerät ermöglichen.

Welches Ziel verfolgen Computerviren?

Die Ziele von Viren variieren stark – abhängig von ihrer Programmierung und den Absichten der dahinterstehenden Cyberkriminellen. In der Regel dienen Computerviren dazu:

 

  • Den Betrieb eines Computers oder Netzwerks zu stören und Fehler, Abstürze oder Datenverluste zu verursachen
  • Nutzer auszuspionieren, um persönliche oder finanzielle Daten zu stehlen
  • Als Mittel zur Erpressung oder zum Betrug zu dienen, wie bei Ransomware-Angriffen
  • Teil von Botnets zu werden, um massenhaft Spam zu versenden oder DDoS-Angriffe durchzuführen
  • Unbemerkt Fernzugriff auf anfällige Systeme zu ermöglichen

 

Viren agieren häufig nicht allein, sondern in Kombination mit anderen Arten von Malware, um den Schaden oder den finanziellen Nutzen für ihre Entwickler zu maximieren.

Wie verbreiten sich Computerviren?

Viren benötigen menschliches Zutun, um sich zu verbreiten. Dazu zählen alltägliche Handlungen wie das Öffnen infizierter E-Mails, das Herunterladen von Software aus inoffiziellen Quellen oder die Nutzung verseuchter USB-Sticks. Zu den häufigsten Infektionswegen gehören:

 

  • E-Mails mit schädlichen Anhängen oder Links, wie beim berüchtigten ILOVEYOU-Virus, der Nutzer mit einer angeblich romantischen Nachricht täuschte
  • Kompromittierte oder bösartige Websites, die Viren über Sicherheitslücken im Browser installieren
  • Raubkopierte Software oder Spiele-Downloads aus inoffiziellen Quellen, die häufig Adware oder Trojaner enthalten – besonders verbreitet bei jüngeren Nutzern
  • Soziale Netzwerke oder Content-Plattformen wie YouTube, auf denen scheinbar legitime Links zu infizierten Websites führen
  • Plug-ins oder CMS-Systeme wie WordPress, bei denen ungepatchte Schwachstellen die Einschleusung von Schadcode ermöglichen – etwa beim Angriff über das Plug-in Popup Builder, der mehr als 9.000 Websites kompromittierte

Die häufigsten Arten von Computerviren

Im allgemeinen Sprachgebrauch wird oft pauschal von "Viren" gesprochen. In der Cybersicherheit ist es jedoch wichtig, verschiedene Typen zu unterscheiden. Zu den wichtigsten zählen:

 

Residente Viren

Diese laden sich in den Arbeitsspeicher und bleiben aktiv, um neue Dateien bei deren Nutzung zu infizieren.

 

Direkt wirkende Viren (Direct-Action-Viren)

Sie werden sofort nach dem Start aktiv und infizieren Dateien im gleichen Verzeichnis oder Speicherort.

 

Makroviren

Besonders verbreitet in Microsoft-Office-Dokumenten, da sie automatisierte Funktionen nutzen, um schädlichen Code auszuführen.

 

Würmer

Auch wenn sie sich nicht wie klassische Viren an Dateien anheften, verbreiten sich Würmer selbstständig über Netzwerke oder verbundene Geräte und können massive Netzwerküberlastungen verursachen.

 

Trojaner

Sie geben sich als harmlose Software aus, ermöglichen jedoch in Wirklichkeit Fernzugriff oder den Diebstahl von Daten.

 

Polymorphe Viren

Diese verändern ihren Code bei jeder Verbreitung, um der Erkennung durch herkömmliche Antivirenprogramme zu entgehen.

Die häufigsten Arten von Computerviren - Panda Security

Wie schützen Sie sich vor Computerviren?

Mit einer proaktiven Sicherheitsstrategie ist Schutz vor Viren durchaus möglich. Panda Security empfiehlt folgende Maßnahmen:

 

  • Installieren Sie eine umfassende Sicherheitslösung wie Panda Dome, die Echtzeitschutz, Cloud-Scans und proaktive Bedrohungserkennung bietet
  • Halten Sie Ihr Betriebssystem und alle Programme aktuell – einschließlich Browsern, Plug-ins und CMS-Plattformen wie WordPress
  • Öffnen Sie keine verdächtigen E-Mails, insbesondere nicht mit Anhängen oder Links
  • Laden Sie keine Software aus inoffiziellen Quellen oder von P2P-Tauschbörsen herunter
  • Erstellen Sie regelmäßig Backups, um Ihr System im Falle einer schweren Infektion wiederherstellen zu können

Was tun, wenn Ihr Gerät infiziert ist?

Wenn Sie vermuten, dass Ihr Computer oder mobiles Gerät mit einem Virus infiziert ist, sollten Sie schnell handeln. Eine grundlegende Vorgehensweise:

 

  1. Trennen Sie das Gerät sofort vom Internet, um eine weitere Verbreitung oder Fernzugriffe zu verhindern
  2. Führen Sie einen vollständigen Scan mit Ihrem Antivirusprogramm durch. Nutzen Sie bei Bedarf spezialisierte Panda Security Tools, um bestimmte Bedrohungen zu entfernen
  3. Überprüfen Sie das System manuell auf unbekannte Anwendungen oder ungewöhnliche Prozesse
  4. Stellen Sie beschädigte Dateien aus Backups wieder her
  5. Ändern Sie alle Passwörter – insbesondere dann, wenn ein Keylogger vermutet wird
  6. Wenden Sie sich an den technischen Support Ihres Sicherheitsanbieters, z. B. den Panda Security Support
Was tun, wenn Ihr Gerät infiziert ist? - Panda Security
Virus – Häufige Fragen (FAQ)
Was ist der Unterschied zwischen einem Virus und Malware?
Ein Virus ist eine Form von Malware. Alle Viren sind Malware, aber nicht jede Malware ist ein Virus. Es gibt weitere Arten wie Trojaner, Spyware, Ransomware und andere.
Kann ein Virus ein Smartphone infizieren?
Ja, insbesondere auf Android-Geräten, wenn Apps außerhalb des Google Play Store installiert werden. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Leitfaden "So erkennen Sie, ob Ihr Smartphone einen Virus hat – und wie Sie ihn entfernen".
Können iPhones mit Viren infiziert werden?
Obwohl dies aufgrund der Sicherheitsbeschränkungen von iOS seltener vorkommt, ist kein Gerät zu 100 % sicher. Hier erfahren Sie mehr.
Wie erkenne ich, ob ich einen Virus habe?
Typische Anzeichen einer Infektion sind ungewöhnliche Verlangsamungen, Pop-ups, Systemabstürze, ein ungewöhnlich hoher Ressourcenverbrauch sowie Veränderungen der Startseite.

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