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Virus

Cyber-Kriminalität  

Die Malware-Branche wird immer professioneller: Finanzielle Gewinne im Fokus von Malware-Programmierern

Eine radikale Änderung im Bereich der Malware

In den vergangenen zwei Jahren hat sich die Motivation der Malware-Programmierer grundlegend geändert. Früher waren sie auf der Suche nach Aufmerksamkeit und Ruhm. Heutzutage entwickeln sie Schadprogramme, um illegale Geldgeschäfte zu forcieren: Sie sind professioneller geworden.

Noch bis 2004 fanden Angriffe weltweiten Ausmaßes statt. Es wurde über weit verbreitete Epidemien berichtet und die Auswirkungen solcher massiven Attacken waren deutlich sichtbar. So ziemlich jeder kann sich noch am "I love you" oder "Netsky" erinnern.

Die Zeiten, in denen Viren nur ein Beweis für die Fähigkeiten des Programmierers waren, sind vorbei. Doch das Ausbleiben von massiven, sichtbaren Epidemien bedeutet nicht, dass weniger Cyber-Angriffe stattfinden. Die Statistiken zu den aktuellen Malware-Zahlen sind höchst alarmierend und zeigen, dass momentan viel mehr Schadprogramme im Internet kursieren als früher. Es hat sich lediglich die Vorgehensweise und Intention der Viren-Schreiber geändert. Schädliche Computer-Programme werden nun eingesetzt, um ihren Autoren finanzielle Gewinne zu ermöglichen und die Malware-Programmierung und -Verbreitung hat sich zu einem lukrativen, höchst professionellem Geschäftsmodell entwickelt.

Aus dem Viren-Schreibern von damals hat sich einen millionenschwere Malware-Industrie entwickelt. Infektionen von Opferrechnern lassen sich in Geld auf dem Konto eines Kriminellen umwandeln. Um an den illegalen Geldsegen zu gelangen, werden Schädlinge mit fortgeschrittenen und ausgefeilten Technologien entwickelt, die sich unentdeckt verbreiten sollen. Diese neue Art von Malware ist viel schwieriger zu bekämpfen.

Die Anzahl neuer Malware-Muster, die Antivirenlabore täglich empfangen, ist drastisch gestiegen. Die PandaLabs empfangen jeden Tag ungefähr 73.000 neue Viren, Würmer, Trojaner, etc. Früher waren es noch ca. 400 im Monat.

Offenbar ist es besser beim Vorhaben illegal Geld zu machen diskret zu sein. Daher haben Malware-Autoren kein Interesse mehr an groß angelegten und transparenten Epidemien. Heutzutage verbreitet sich Malware heimlich und versteckt.

Hacker nutzen immer mehr fortgeschrittene Technologien zur Tarnung, wie Rootkits.

Aus diesem Grund machen keine weit verbreiteten Epidemienj Schlagzeilen. Jetzt spricht man von stillen Epidemien. Nicht wiel sie kleiner im Ausmaß sind, sondern weil sie weniger offensichtlich sind und im Verborgenen stattfinden.

Benutzer, deren Computer von solchen Arten von Infizierungen betroffen sind, bekommen meist gar nicht mit, dass sie von Anderen kontrolliert werden und schädliche Aktivitäten (Botnetze) ausgeführt werden, während sie ihren Rechner (zu Hause oder bei der Arbeit) nutzen.


Die neue Malware-Dynamik, die auf Cyber-Kriminalität und finanzielle Gewinne basiert, hat neue Malware-Kategorien mit sich gebracht:

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