Duisburg, 13.07.2007
In den vergangenen sieben Jahren haben sich eine Menge Veränderungen im Bereich der Computer-Kriminalität ergeben. Massive Epidemien geltungsbedürftiger Hacker wurden abgelöst durch länderübergreifend agierende kriminelle Organisationen, betrügerische Bankgeschäfte und Identitätsdiebstahl haben sich zu den populärsten Schadaktionen im Internet entwickelt und die Anzahl der neu erscheinenden Schädlinge ist explosionsartig gestiegen. Der Fokus liegt klar im finanziellen Bereich und immer mehr Malware-Autoren betreten diesen neu entstandenen Markt. Die Zahlen sprechen für sich: Beschränkte sich die Zahl der Schadprogramme im Jahr 2000 noch auf knapp 1.000 Exemplare, waren es im vergangenen Jahr ca. 250.000 neue Malware-Muster, die für weltweite Infektionen und finanzielle Verluste im privaten und geschäftlichen Umfeld sorgten. Das bedeutet einen unglaublichen Malware-Anstieg von über 25.000 Prozent allein in den vergangenen sechs Jahren.
Die Analysen der Panda Software Labore belegen, dass die größeren Outbreaks durch den Einsatz von zielgruppenspezifischen Angriffen ersetzt wurden und die scheinbare "Ruhe" im Internet mit einer noch größeren Gefahr einhergeht: Dem heimlichen Ausspionieren von vertraulichen Bank- und Unternehmensdaten. Kreditkartenbetrug, Webattacken, Erpressung und der Verkauf von schädlichen Tools gehören zu den gewinnbringendsten Angriffstechniken. Dementsprechend gab es eine Verlagerung im Gebrauch der verschiedenen Malware-Arten: Während Viren und Würmer zwischen 2000 und 2005 mit den größten Epidemien ihre Blütezeit erreichten, haben sich in den vergangenen Jahren die Trojaner als effektivste Waffe der Cyber-Kriminellen entwickelt. Heute ist der prozentuelle Anteil der Viren im Verhältnis zu den anderen Malware-Arten minimal: Gerade mal 1 Prozent im Vergleich zu 81 Prozent im Jahr 2000. Entsprechend haben sich Trojaner in der gleichen Zeitspanne von 14 Prozent auf 53 Prozent gesteigert. Und nicht nur die Masse der Trojaner nahm in den vergangenen Jahren kontinuierlich zu, sondern auch der Variationsreichtum. Die schnelle Verfügbarkeit der einfach zu programmierenden Trojaner-Varianten einer Familie erleichtert es den Internet-Betrügern zudem immer wieder neue Exemplare ohne großen Aufwand im Netz zu streuen. Nicht nur aufgrund ihrer Beschaffenheit, sondern auch wegen der hohen Anzahl an neuen Varianten sind Trojaner immer schwerer zu bekämpfen, vor allem in Kombination mit Rootkit-Techniken, die der Verheimlichung von schädlichen Aktionen in infizierten Systemen dienen.
Im vergangenen Jahr wurden von den Panda Software Virenlaboren genauso viele Computerschädlinge gezählt wie in den gesamten 15 Jahren zuvor. Um das Bewusstsein der Computer-Nutzer für die veränderte Bedrohungssituation im Internet zu schärfen, hat Panda Software eine Sicherheitskampagne ins Leben gerufen. Die "Infected or Not"-Kampagne bietet allen Anwendern die Möglichkeit mit Hilfe der beiden innovativen, brandneuen Panda Sicherheits-Tool, NanoScan und TotalScan, kostenfrei zu überprüfen, ob ihre Computer infiziert sind oder nicht. Verfügbar unter: www.infectedornot.com
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Margarita Mitroussi
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